Was ist mir wichtig? Welche Bedürfnisse habe ich? Und weswegen werde ich so WÜTEND, wenn diese verletzt werden?
Glasfaserverstärkter Kunststoff = GFK = Gewaltfreie Kommunikation
Es entwickeln sich bei mir gewisse Gefühle, wenn ich sehe, dass meine Kollegen in der Kaffeeküche SCHON WIEDER die Tassen nicht gespült und den Milchaufschäumer nicht gereinigt haben. Denn mir ist Ordnung wichtig, SACKRISCH!
Nur zu blöd, dass das niemand weiß, weil ich es noch niemandem gesagt habe. Nun ja, jetzt könnte ich ein Zettel an den Küchenschrank kleben (wie so oft gesehen), mit einem lustigen Komik, um da mal ein bisschen SPANNUNG rauszunehmen und da steht dann: Bitte hinterlass die Küche so, wie du sie gerne antreffen würdest. Nur zu blöd: den anderen ist diese Unordnung egal, sie hinterlassen also die Küche so, wie sie sie gerne antreffen würden.
Also, andere Taktik: in der nächsten Pause geselle ich mich zu meinen Kollegen hinzu und SCHREI sie zusammen.
Nö, neue Taktik: ich gehe nach den Schritten der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshal B. Rosenberg vor und verleihe damit meinen Gefühlen Ausdruck. Mal schauen, wie das gehen könnte.
- Beobachten – Ich beobachte, ohne zu Bewerten. “Ich habe gesehen, dass in der Küche einige Tassen ungespült herumstehen und die Spülmaschine nicht ausgeräumt ist.”
- Gefühl – dieser Umstand löst bei mir ein Gefühl aus. “Das stört mich sehr, denn mir ist Ordnung wichtig. Wenn alles seine Ordnung hat, fühle ich mich einfach wohler.”
- Bedürfnis – ich teile mein Bedürfnis mit. “Es ist mir wichtig, dass die Tassen gespült auf der Spüle stehen oder in die Geschirrspülmaschine eingeräumt werden. Wenn diese voll ist, soll diese angemacht werden und anschließend das Geschirr auch in die Schränke geräumt werden.”
- Wunsch – ich richte einen Wunsch an Andere. “Könntet Ihr bitte in der Küche etwas mehr Ordnung halten, so wie ich es eben beschrieben habe?”
Der Clou beim Punkt 4, dem Wunsch, ist, dass Ihr Gesprächspartner möglicherweise nicht sofort “Ja, ich will!” sagen wird. Vielleicht hat er oder sie im Moment einfach keinen Nerv, schon wieder mit diesem Thema BELÄSTIGT zu werden. Dann können Sie für sich, denn es war ja ein Wunsch und kein BEFEHL, der einfach so zack! ausgeführt wird, eine alternative Lösung suchen, die Ihnen behagt.
Oder Sie gehen in die Ich-Du-Schleife, und besprechen, was genau die andere Person daran hindert, Ihnen bei Ihrem Wunsch entgegen zu kommen.
Schlussendlich geht es bei GFK darum, die obigen großgeschriebenen Begriffe zu vermeiden. Die innere Haltung soll von einem gemeinsamen, verständlichen Dialog geprägt sein.